EinleitungSpanien beeindruckt
durch seine geografische und kulturelle Vielfalt. Die bewegte
Vergangenheit des Landes hat auch in der Vielfalt der spanischen
Architektur (u. a. römische, maurische, byzantinische,
romanische und westgotische Einflüsse, Renaissance, Barock und
Jugendstil) ihre Spuren hinterlassen. Der Sinn für Tradition
spiegelt sich im ganzen Land in Burgen, Kirchen, Denkmälern
und Wohnhäusern wider.
Spaniens 52 Provinzen werden seit 1983 als 17 autonome Regionen
verwaltet, jeder Region wird bis zu einem gewissen Grad
Selbstverwaltung zugestanden. Im nachfolgenden Abschnitt ist Spanien in
acht Regionen unterteilt, die aber weder politische noch kulturelle
Grenzen andeuten sollen: Madrid; Andalusien, Ceuta und Melilla,einschl. Costa de
Almería, Costa del Sol und Costa de la Luz; Kastilien/La Mancha und
Estremadura; Kastilien/León und
La Rioja; Die nördliche Region,einschl. Baskenland,
Kantabrien, Asturien und Galizien; Navarra und Aragón; Katalonien,einschl. Costa Brava und Costa
Dorada; Land Valencia,einschl. Valencia Terra i Mar,
Costa Azahar, Costa Blanca und Benidorm; Murcia,einschließlich Costa
Calida.
Wintersportorte Spaniens werden
gesondert behandelt.
Die Beschreibungen der Balearen
und der Kanarischen
Inseln folgen in separaten
Abschnitten.
Rundreisen
5-tägig: (a) Madrid
– Toledo – Aranjuez – Alcalá
de Henares – Guadalajara – Segovia –
Avila – San Lorenzo del Escorial – Madrid. (b)
Málaga – Marbella – Algeciras
– Cádiz – Coto de Doñana
– Jerez – Aracena – Seville –
Málaga. (c) San Sebastián – Bilbao
– Santander – Santillana del Mar – San
Vicente – Picos de Europa – Oviedo. 7-tägig:
(a) Seville - Cordoba - Ubeda - Baeza - Jaén - Granada -
Sierra Nevada - Almería. (b) Seville - Badajoz -
Mérida - Cáceres - Salamanca - Zamora - Astorga -
León - Oviedo - Gijón. (c) Madrid -
Alcalá de Henares - Guadalajara - Cuenca - Teruel - Albacete
- Cuidad Real - Toledo - Aranjuez - Madrid. (d) Madrid - San Lorenzo
del Escorial - Avila - Segovia - Valladolid - Salamanca - Plasencia -
Cáceres - Badajoz - Trujillo - Madrid. (e) Figueres -
Empúries - Girona - Cadaquès - Barcelona -
Montserrat - Sitges - Tarragona. (f) Valcarlos - Pamplona - Santo
Domingo de la Calzada - Logroño - Burgos/León -
Astorga - Santiago de Compostela.
Madrid-
Die Hauptstadt Madrid
liegt in der gleichnamigen Region. Der Prado
ist eines der bekanntesten Museen der Welt (s. u.). Der Palacio
Real, das frühere
Königsschloss, das in einem herrlichen Garten aus dem 18.
Jahrhundert liegt, beherbergt Gemälde, Wandteppiche,
Rüstungen, Teppiche und eine umfangreiche Uhrensammlung. Die Puerta
del Sol, von der 10
Seitenstraßen abgehen, ist der Mittelpunkt Madrids. Nach
kurzem Bummel in Richtung Südwesten gelangt man zur Plaza
Mayor. Der weitläufige
Platz ist von Arkaden mit zahlreichen kleinen Geschäften
umgeben.
Der Prado
enthält eine der berühmtesten
Gemäldesammlungen der Welt, u. a. Werke von El Greco, Murillo,
Goya, Velazquez und Tizian.
Das Centro Cultural Reina Sofia
mit dem Museum Thyssen-Bornemisza
im Villa-Hermosa-Palast gegenüber vom Prado ist
äußerst sehenswert; das Museum beherbergt die
größte Privatsammlung der Welt.
Ausflüge: -
Das Klosterschloss El
Escorial liegt etwa 40 km
nördlich von Madrid in San Lorenzo del Escorial. Mittelpunkt
der Schlossanlage ist die Kirche mit ihrer imposanten Kuppel und den
zwei Glockentürmen. Die berühmte Bibliothek
enthält den Codex
Aureus (1039). 9 km von
Escorial entfernt liegt das Valle
de los Caídos (Tal
der Gefallenen). Eine riesige Krypta wurde als Mahnmal für die
Toten des Bürgerkrieges in den Berg gehauen. General Franco
liegt hier begraben. Alcalá
de Henares ist der Geburtsort
des Dichters Cervantes und Katharina von Aragóns. Aranjuez
hat einen berühmten Sommerpalast, und die Casita
del Labrador liegt in der
Nähe des Flusses Tagus.
Im September werden die Ferias
Mayores (Jahrmärkte)
und zu Ostern die Umzüge der Semana
Santa (Heilige Woche)
veranstaltet. Das Angebot an Ausflugsfahrten ist groß. Die
Reisegesellschaft Viajes
Marsans in Madrid veranstaltet
eine dreitägige »Burgen-Rundfahrt«.
Die Guadarrama-Region
bietet ausgezeichnete Wintersportmöglichkeiten. Einzelheiten
in der Rubrik Wintersportorte.
Andalusien, Ceuta und Melilla-
Einschließlich
Costa de Almería, Costa del Sol und Costa de la Luz
Die Gebirgsregion Andalusien liegt ganz im Süden Spaniens. Sie
hat reiche Mineralvorkommen und ist ein wichtiges Anbaugebiet
für Oliven, Weintrauben, Apfelsinen und Zitronen.
Das Landesinnere-
DAS
LANDESINNERE: Die
Provinzhauptstadt Sevilla
ist eine der größten Städte Spaniens; die
500 Jahre anhaltende Maurenherrschaft hat hier zahlreiche Spuren
hinterlassen. Die Kathedrale ist das größte gotische
Bauwerk der Welt. Sie hat eine äußerst umfangreiche
Sammlung gotischer Kunstwerke und Steinmetzarbeiten zu bieten. Von der Giralda,
dem 93 m hohen Turm, hat man eine prachtvolle Aussicht. Bedeutend sind
außerdem der Alcázar,
der Festungspalast der arabischen Könige und der Torre
del Oro (1220 m), ein maurischer
Festungsturm.
In Córdoba
im Nordosten stehen weitere Überreste des muselmanischen
Weltreichs. Besonders eindrucksvoll sind die bemalten Säulen
und Bögen der Moschee aus dem 8. Jahrhundert, dem
bedeutendsten religiösen Bauwerk, das die Araber auf
europäischem Boden schufen. Das Bauwerk ist heute eine
Kathedrale.
In Granada
steht die Alhambra,
die Residenz der maurischen Könige. Der Palast ist umgeben von
den wunderschönen Gärten von Generalife.
In der prächtigen Kathedrale von Granada liegen die
Grabmäler von König Ferdinand und Königin
Isabella.
Südlich von Granada, etwa 40 km von der Küste
entfernt, liegt das Hochland der Sierra
Nevada, einer fast horizontal
verlaufenden Bergkette mit den höchsten Erhebungen der
Iberischen Halbinsel. Eine Straße führt fast bis zum
Gipfel des 3400 m hohen Pico
de Veleta, außerdem
werden Busfahrten dorthin angeboten. In diesem Teil Spaniens kann man
einen Winterurlaub mit Wassersport und Strandurlaub an der sonnigen
Mittelmeerküste verbinden (s. u.). Capileira
(südlich des Pico de Veleta), Borreguiles
und Pradollano
(beide in der Solynieve-Region)
sind viel besuchte Urlaubsorte in den Bergen.
Das historische Jaén
ist die wichtigste Stadt im
Nordwesten der Sierra Nevada. Unter den zahlreichen historischen
Gebäuden und Kunstschätzen sind besonders das Museo
Provincial (Heimatmuseum), die
Kathedrale und die Burg Santa
Catalina hervorzuheben. Baeza
liegt etwa 48 km von Jaén entfernt. Die aristokratische
Bauweise der Herrenhäuser wirkt durch den Goldton der Steine
besonders eindrucksvoll.
Etwa 10 km von Baeza und 58 km von Jaén entfernt liegt Ubeda
mit zahlreichen Renaissance-Palästen.
-
COSTA
DE ALMERIA: Im Osten der Costa
del Sol liegt die Provinz Almería.
Die gleichnamige Hauptstadt ist eine ehemalige arabische Hafenstadt mit
zahlreichen maurischen Häusern vor der Silhouette zweier
Burgen. Die Stadt liegt in einer weiten Bucht, die Umgebung ist
hügelig mit subtropischer Vegetation. Die Kathedrale (16. Jh.,
schöne Renaissancefassade), die Kirche Santiago
el Viejo und die Ruinen der
maurischen Burg Alcazaba sind
sehenswert.
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Urlaubsorte
an der Costa de Almería:
Adra, Roquetas, Cabo de Gata, Aguadulce, Mojácar und San
José.
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Die
COSTA DEL SOL erstreckt sich von
der Costa de Almería an der andalusischen
Mittelmeerküste entlang bis nach Tarifa
im Süden.
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Málaga
istdie bedeutendste Stadt dieser
Region. Eine neue Attraktion für Kunstinteressierte ist das
Picasso Museum. Nur ein paar Kilometer von Malaga entfernt liegen die
berühmten Urlaubsorten Marbella
und Torremolinos.
An der über 160 km langen Küste kann man trotz
dichter Besiedlung noch fast leere Strände finden. Die Stadt Nerja
ist auch als »Europas Balkon« bekannt. Der Name
bezieht sich auf einen hoch über dem Meer gelegenen
Aussichtspunkt, der einen beeindruckenden Rundblick auf das Mittelmeer
ermöglicht. Im gleichen Vorgebirge liegen einige gut erhaltene
prähistorische Höhlen. Von Málaga aus kann
man Ausflüge ins Hinterland machen, besonders empfehlenswert
ist eine Fahrt zur alten Bergstadt Ronda
in der Sierra de Ronda.
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Urlaubsorte
an der Costa del Sol: Calahonda,
Torre del Mar, El Palo, Málaga, Nerja, Torremolinos,
Benalmádena Costa, Fuengirola/Mijas, Marbella, San Pedro de
Alcántara und Estepona.
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Die
COSTA DE LA LUZ mit ihren
endlosen Sandstränden erstreckt sich an der südlichen
Atlantikküste von Tarifa bis an die portugiesische Grenze. Von
Algeciras
gibt es Fährverbindungen nach Tanger und Ceuta an der
nordafrikanischen Küste und zu den Kanarischen Inseln. Die
Strecke zwischen Algeciras und Cádiz
ist eine der schönsten des Landes mit einer atemberaubenden
Aussicht auf die Straße von Gibraltar, die nordafrikanische
Küste und sogar das Atlasgebirge. Wahrzeichen von
Cádiz sind die Aussichtstürme (Miradores)
und die hübschen weißen Häuser.
Cádiz ist eine der ältesten Städte der
Iberischen Halbinsel. Die Academia
de Bellas Artes enthält
eine bedeutende Gemäldesammlung (Murillo, Rubens). In der
Provinz Huelva
liegt die Stadt El
Rocío. Im Norden der
Provinz Huelva liegen die wunderschönen
Tropfsteinhöhlen Grutas
de las Maravillas in Aracena
und der Nationalpark Coto de
Doñana (s. o.).
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Urlaubsorte
an der Costa de la Luz: Barbate,
Algeciras, Tarifa, Conil de la Frontera, Chiclana de la Frontera,
Cádiz, El Puerto de Santa María, Rota, Chipiona,
Sanlúcar de Barrameda, Torre la Higuera, Mazagón,
Punta Umbría, El Rompido, La Antilla und Isla Cristina.
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DIE
AFRIKANISCHEN ENKLAVEN: Der
Freihafen Ceuta
liegt an der nordafrikanischen Küste. Die Kathedrale und der Plaza
de Africa in der Innenstadt sind
sehenswert. Im Vorgebirge befinden sich die Ruinen der alten Festung.
Es gibt Busverbindungen nach Marokko und eine Fährverbindung
mit Algeciras auf dem Festland.
Der Freihafen Melilla,
ebenfalls an der nordafrikanischen Küste gelegen, ist eine
sehr moderne Stadt. Einige historische Bauwerke, darunter eine Kirche
aus dem 16. Jahrhundert, sind erhalten geblieben. Autofähren
von Málaga und Almería stellen die Verbindung zum
Festland her.
Kastilien / La Mancha und
Estremadura-
Diese Region liegt im
Landesinneren zwischen Madrid und Andalusien und grenzt im Norden,
Osten und Süden an hohe Berge. Für die
Bewässerung sorgen die beiden großen Flüsse
Tajo und Guadiana, die nach Westen durch Portugal und dann in den
Atlantik fließen. Kastilien/La Mancha, der höher
gelegene westliche Teil der Region, wird auch Castilla
La Nueva genannt - Neu-Kastilien.
-
KASTILIEN/LA
MANCHA: Südlich von
Madrid auf einem Felsvorsprung am Tajo
liegt die alte spanische Hauptstadt Toledo.
Die gotische Kathedrale und der Alcázar,
die ehemalige Zitadelle, beherrschen das Stadtbild. El Grecos
berühmtestes Gemälde, »Die Beisetzung des
Grafen von Orgaz«, kann in der Santo-Tomé-Kirche
besichtigt werden.
Im Nordosten von Madrid liegt Guadalajara,
Hauptstadt der gleichnamigen Provinz am Río Henares. Die
Stadt ist reich an alten Kirchen und Palästen. Besonders
interessant sind der Palacio
del Infantado (15. Jh.) und die San-Gines-Kirche.
Die Provinzhauptstadt Ciudad
Real ist die bedeutendste Stadt
der Region La Mancha,
der Heimat des Don Quixote. In Campo
de Criptana soll er gegen die
Windmühlen gekämpft haben.
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Cuenca,
ebenfalls eine Provinzhauptstadt, ist für die
»hängenden Häuser« bekannt. Die
gotische Kathedrale ist besonders reich an Ornamenten. Auf den hohen
Bergen und in den Tälern liegen zahlreiche befestigte
Städte und Dörfer.
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Albacete
ist Zentrum eines Weinbaugebietes. Die maurische Burg in Almansa
und die alten Festungsstädte Chinchilla
de Monte Aragón und
Villena sind Beispiele der
bewegten Vergangenheit dieser Gegend.
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ESTREMADURA
besteht aus den Provinzen Cáceres
und Badajoz.
Die Stadt Cáceres
wurde im Jahre 1 v. Chr. von den Römern gegründet,
später von den Westgoten zerstört und von den Mauren
wieder aufgebaut. Zeugnisse dieser wechselhaften Geschichte
können noch heute gefunden werden. Ganz in der Nähe
liegt das bildschöne Dorf Arroyo
de la Luz. 48 km weiter
östlich kommt man nach Trujillo,
dem Geburtsort Pizarros. Plasencia
wurde im 12. Jahrhundert gegründet und hat ein
mittelalterliches Aquädukt und eine sehenswerte Kathedrale.
Die alte Festungsstadt Badajoz
in der gleichnamigen Provinz
nahe der portugiesischen Grenze wurde von den Römern
gegründet. Die Alcazaba,
der maurische Teil, steht auf einem Hügel im Nordosten der
Stadt. In der Nähe liegen Alburquerque,
wo man Burgruinen und eine gotische Kathedrale besichtigen kann, und Mérida.
Im Museum für Archäologie werden Überreste
römischer Ruinen ausgestellt. Ein paar Kilometer entfernt, in Medellín,
wurde 1485 der Eroberer
Cortés geboren.
Kastilien / León und
La Rioja-
Die Binnenlandregion
Kastilien/León erstreckt sich im Norden und Nordwesten von
Madrid und bildet den nördlichen Teil des zentralen Plateaus,
der Meseta. Auch Kastilien/León ist im Norden, Osten und
Süden von hohen Bergen umgeben. Hier entspringt der Fluss
Douro, der nach Portugal fließt. Obwohl es fast das ganze
Jahr über heiß und trocken ist, ist die Region mit
ihren ausgedehnten Ebenen ein bedeutendes Agrargebiet im sonst sehr
gebirgigen Spanien.
-
CASTILLA
LA VIEJA:Avila
ist die am höchsten gelegene Provinzhauptstadt in ganz
Spanien. Die mittelalterliche Stadt ist von eindrucksvollen Stadtmauern
umgeben. Hier befindet sich das bekannte Karmeliterinnenkloster der
Heiligen Theresa. Das riesige Aquädukt in Segovia
ist eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke der
Welt. Außerdem gibt es romanische Kirchen, eine Kathedrale
und den arabischen Alcázar.
In der Hauptstadt Soria
der gleichnamigen Provinz können im Museo
Numantino Überreste der
keltisch-iberischen und römischen Zivilisationen besichtigt
werden. Auch ein Besuch der Kirche San
Juan de Duero (13. Jh.), der
Kathedrale von San Pedro und des Renaissance-Palastes Palacio
de los Condes de Gomara ist
lohnenswert. 9 km nördlich liegt eine weitere
archäologische Stätte: Numancia,
eine keltisch-iberische Befestigungsanlage. La
Rioja ist ein weltbekanntes
Weinbaugebiet. Die Hauptstadt Logroño
ist der Mittelpunkt der Provinz, die auf eine bedeutende Vergangenheit
zurückblickt.
Der bekannte Ritter und spanische Nationalheld El Cid wurde in Burgos
geboren. Er liegt in Valladolid begraben (s. u.).
-
Palencia
hat zahlreiche Gebäude aus dem späten Mittelalter,
darunter eine Kathedrale, und ein archäologisches Museum.
-
Valladolid
ist Hauptstadt einer Provinz, die besonders reich an Burgen und
historischen Bauwerken ist. Die üppigen Gärten der
Stadt bilden einen reizvollen Kontrast zur trockenen Landschaft der
Umgebung. Auch hier werden die Ferias
Mayores (Jahrmärkte)
und die Osterumzüge veranstaltet. 1506 starb hier Kolumbus.
Sein Haus ist zu besichtigen, ebenso wie das Haus von Cervantes, das zu
einem Museum umgebaut wurde. Die Stadt hat eine wunderschöne
mittelalterliche Kathedrale und eine sehenswerte Universität.
-
Leon
wurde 850 nach langer maurischer Herrschaft von den Christen
zurückerobert. Die Kathedrale Santa
María de Regla ist
eines der schönsten Beispiele der spanischen
Frühgotik. Interessante Ausflugsziele sind Puerto
de Pajares, Benavente und Astorga,
das wie auch einige andere Städte dieser Region als
Raststätte auf dem Jakobsweg
gedient hat (s. auch Santiago
de Compostela und Jakobsweg
in der Rubrik Nördliche
Region). Die Umgebung von
Astorga ist besonders reizvoll. Südlich von León
liegt die Provinz Zamora.
Die gleichnamige Provinzhauptstadt hat eine romanische Kathedrale und
mehrere Kirchen aus dem 12. Jahrhundert. Salamanca
ist die südlichste Provinz von León. Die
Universitäts- und Provinzhauptstadt Salamanca
liegt an den Ufern des schnell fließenden Tormes. Sonne und
Wind haben den schönen alten Gebäuden ihre reizvolle
goldbraune Färbung verliehen. Das berühmteste von
ihnen ist die Kathedrale, mit deren Bau um 1500 begonnen wurde. Sie
wurde jedoch erst 1733 fertiggestellt. Die Universität wurde
im 13. Jahrhundert gegründet und ist die älteste
Spaniens. Die schönen Häuser an der Plaza
Mayor sind ebenfalls
bemerkenswert. 2002 war Salamanca (zusammen mit Brügge in
Belgien) Kulturhauptstadt Europas.
Die nördliche Region-
Einschl.
Baskenland, Santander, Asturien und Galizien Diese Region umfasst den
Nordwesten Spaniens und die Nordküste bis zur
französischen Grenze. Die Küste im Osten der Region
nahe der französischen Grenze ist ein beliebtes Urlaubsgebiet.
-
DAS
BASKENLAND: Die baskischen
Provinzen Guipúzcoa,
Vizcaya und Alava
liegen an der Atlantikküste in den östlichen
Ausläufern des Kantabrischen Gebirges. Die Landwirtschaft ist
Hauptarbeitgeber in dieser fruchtbaren Region.
-
Bilbao,
die wichtigste Stadt der Region, wurde im frühen 14.
Jahrhundert gegründet. In der Altstadt stehen eine gotische
Kathedrale und das sehenswerte Rathaus. Das Guggenheim
Museum gilt als eines der
herausragenden architektonischen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. San
Sebastián, die
Provinzhauptstadt, liegt unweit der französischen Grenze. Die
Stadt ist ein viel besuchter Urlaubsort mit prächtigen Alleen
und einem Sandstrand mitten im Zentrum. Vom 7 km westlich gelegenen Monte
Ulia genießt man eine
wunderschöne Aussicht über die Landschaft und den
Golf von Biskaya.
-
Vitoria,
die dritte Provinzhauptstadt des Baskenlandes, hat zwei Kathedralen,
von denen eine im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Mit dem Bau der
zweiten wurde 1907 begonnen, sie ist aber bis heute noch nicht
fertiggestellt.
-
SANTANDER:
Obwohl die Provinz Santander historisch ein Teil von Alt-Kastilien ist,
wird sie wegen ihrer Küstenlage in dieser Rubrik behandelt.
Die historische Hauptstadt Santander
liegt in einer Bucht inmitten hügeliger Landschaft. Die
gotische Kathedrale wurde 1941 durch ein Feuer zerstört, ist
aber sorgfältig restauriert worden. Das Städtische
Museum besitzt eine Sammlung bedeutender Gemälde aus dem 17.
und 18. Jahrhundert. Ganz in der Nähe liegen die
schönen Strände von El
Sardinero und Magdalena.
Magdalena ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu
den Picos de Europa,
dem höchsten Kantabrischen Gebirge in Asturien. Als
Alternative bieten sich ein Besuch einer der zahlreichen reizvollen
Badeorte wie z. B. Comillas
und San Vincente an,
oder eine Fahrt zu den Höhlen
von Altamira mit ihren 13.000
Jahre alten Wandmalereien. Hierfür wird eine Erlaubnis
benötigt. Die Stadt Solares
hat eine Mineralquelle. Santillana
del Mar ist eine vollkommen
erhaltene mittelalterliche Stadt.
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ASTURIEN:
Oviedo ist die Hauptstadt mit einer besonders interessanten, winzigen
Altstadt, die von der gotischen Kathedrale beherrscht wird. Die
Hafenstadt Gijon ist das industrielle Zentrum. Der Strand ist
groß und beliebt; in der näheren Umgebung gibt es
weitere Strände.
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GALIZIEN
besteht aus den Provinzen La
Coruña, Lugo, Orense
und Pontevedra.
Die Region ist gebirgig mit weitläufigen Heidelandschaften,
die von tiefen Schluchten und reißenden Flüssen
unterbrochen werden. Die Küste besteht
größtenteils aus sandigen Buchten, an die sich
häufig Fichten- und Eukalyptuswälder
anschließen, und fjordähnlichen Rías,
die die Landschaft an den
Flussmündungen einschneiden.
-
La
Coruña (Corunna) ist
die größte Stadt in der Umgebung. Von hier legte
1588 die Armada Richtung England ab. An der nördlichen Seite
des Hafens liegt die bemerkenswerte Ciudad
Vega.
Auch der weltbekannte Wallfahrtsort Santiago
de Compostela befindet sich in
dieser Region (s. Jakobsweg).
Die römischen Stadtmauern von Lugo
sind fast vollständig erhalten geblieben. Orense
reizte die Römer seiner Heilquellen wegen. Die Kathedrale aus
dem 13. Jahrhundert wurde auf den Ruinen einer Kirche aus dem 6.
Jahrhundert errichtet. Pontevedra,
die vierte Provinzhauptstadt dieser Region mit zahlreichen bedeutenden
alten Bauwerken und Arkaden, ist ganz aus Granit erbaut. Weiter im
Süden liegt die bedeutende Hafenstadt Vigo.
Vom Castillo del Castro
genießt man eine schöne Aussicht auf die Stadt und
über die Bucht.
-
Jakobsweg:
Im Mittelalter wurde die Grabstätte des Apostel Jakobus in
Santiago de Compostela als eines der heiligsten Relikte des
Christentums verehrt. Tausende von Pilgern reisten jedes Jahr durch
Spanien, um den Schrein zu besuchen. An dieser Route, dem
»Jakobsweg«, standen Klöster, Kapellen und
Hospize, in denen man sich um das Wohlergehen der Pilger
kümmerte. Zahlreiche dieser Gebäude sind immer noch
erhalten und geben dem Besucher einen erhebenden Einblick in die
religiöse Architektur des spanischen Mittelalters. Die
Wallfahrt begann in Canfranc oder Valcarlos (Provinz Navarra) und
führte in westlicher Richtung nach Pamplona, Santo Domingo de
la Calzada, Logroño, Burgos, León, Astorga und
Santiago de Compostela. Am 25. Juli beginnt in Santiago de Compostela
die Festwoche des Schutzheiligen Spaniens. Unterkünfte
für diese Zeit sollten frühzeitig gebucht werden.
-
NORDATLANTIK-KÜSTE:
Der Küstenstrich, der sich von der französischen
Grenze über die Kantabrische Küste und das Cap
Finisterre bis zur portugiesischen Grenze erstreckt, hat zahlreiche
schöne Strände, die kaum touristisch erschlossen
sind. Das grüne Hinterland hat Asturien den Namen Costa
Verde (grüne
Küste) eingebracht. Die Flüsse in Galizien haben
fjordähnliche Mündungen (Rías).
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Urlaubsorte
an der nordatlantischen Küste:
Fuenterrabía, San Sebastián, Orio,
Zaraúz, Guetaria, Zumaya, Deva, Motrico, Ondarroa,
Lequeitio, Ibarranguelua, Pedernales, Mundaca, Baquio, Gorliz, Plencia,
Sopelana, Algorta, Las Arenas, Abanto y Ciervana, Castro Urdiales,
Laredo, Isla, Ajo, Somo, Santander, Santa Cruz de Bezana, Liencres,
Miengo, Suances, Cobreces, Comillas, San Vicente de la Barquera,
Pechón, Colombres, Llanes, Ribadesella, Colunga,
Villaviciosa, Gijón, Luanco, Salinas, Cudillero, Luarca,
Tapia de Casariego, Castropol, Ribadeo, Barreiros, Foz, Ceruo, Jove,
Vivero, Vicedo, El Barquero, Ortiguerira, Cedeira, Valdovino, San
Martín de Covas, El Ferrol del Caudillo, Cabanas, Mino,
Sada, Mera, Santa Cruz, Santa Cristina, La Coruña, Cayon,
Malpica, Lage, Camarinas, Finisterre, Curcubión, Carnota,
Muros, Noya, Puerto del Son, Santa Eugenia de Ribera, Puebla del
Caraminal, Rianjo, Villagarcía de Arosa, Villanueva de
Arosa, Cambados, El Grove, La Toja, Sangenjo, Poyo, Pontevedra,
Marín, Bueu, Cangas de Morrazo, Redondela, Vigo, Nigran,
Bayona und La Guardia.
-
Kantabrisches
Gebirge: Die Kantabrische
Gebirgskette erstreckt sich von der Kantabrischen Corniche bis zu den
Rías Gallegas. Die höchsten Gipfel sind die Picos
de Europa (2615 m).
Navarra und Aragon-
Diese einstigen
Königreiche liegen südwestlich der
französischen Grenze mit den Pyrenäen im Nordosten.
-
NAVARRA:
Die ungefähren Grenzen des ehemaligen Königreiches
bestehen noch heute. Navarra und Aragón liegen abseits der
Touristenrouten. Neu ist die Weinstraße Ruta
del Vino Navarra.
In der ehemaligen Haupt- und heutigen Provinzhauptstadt Pamplona
findet im Juli anlässlich des San-Fermín-Festes
die weltberühmte Corrida
(die Stampede der Stiere) statt. Pamplona war die geistige Heimat des
amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway. Seine Bücher
»Tod am Nachmittag« und
»Fiesta« haben dazu beigetragen, dass Pamplona
heute in der Fiestawoche ein viel besuchter Urlaubsort ist. Man sollte
frühzeitig buchen und mit
verhältnismäßig hohen Preisen rechnen.
-
ARAGÓN
ist landschaftlich verhältnismäßig
eintönig mit zahlreichen abgelegenen Ebenen. Zahlreiche
Könige residierten in der heutigen Provinzhauptstadt Zaragoza
(Saragossa). Wie fast alle größeren Ortschaften in
Aragón liegt auch Zaragoza in einer Huerta,
einer schmalen Oase am Flussufer. Die Universitätsstadt hat
eine mittelalterliche Kathedrale und ein ausgezeichnetes Museum. In der
Umgebung gibt es einige Weinbaugebiete, z. B. Borja und
Cariñena sowie zahlreiche Burgen. Huesca,
eine wichtige Marktstadt, liegt an den Ausläufern der
Pyrenäen. Die Umgebung bietet ein breit gefächertes
Angebot an Freizeitaktivitäten, wie z. B. einen Besuch im Parque
Nacional de Ordesa,
ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern und Bergsteigen oder
eine Fahrt zum Urlaubsort Arguis
in der Region Puerto de
Monrepós;
schön sind auch Tagestouren zum Kurort Balneario
de Panticosa oder zur hoch
gelegenen Grenzstadt Canfranc.
-
Teruel
ist die südlichste
Provinz Aragóns. Die Provinzhauptstadt liegt auf einem
Hügel, der sich über den Schluchten des
Río Turia erhebt. Zahlreiche Gebäude dieser Periode
sind erhalten geblieben. Ganz in der Nähe liegt die
Bischofsstadt Sergobe
in spektakulärer Lage zwischen zwei von Burgen
gekrönten Hügeln.
-
DIE
PYRENÄEN: Die Provinzen
Navarra und Aragón bieten zum Teil ausgezeichnete
Wintersportmöglichkeiten im spanischen Teil der
Pyrenäen. Mitunter kann sechs Monate lang mit Schnee gerechnet
werden. Weitere Informationen in der Rubrik Wintersportorte.
Katalonien-
Einschließlich
Costa Brava und Costa Dorada
Die hügelige Küstenregion Katalonien liegt im
Nordwesten Spaniens und grenzt an Frankreich.
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Barcelona:
Die zweitgrößte Stadt des Landes ist Spaniens
wichtigstes Industrie- und Handelszentrum und einer der bedeutendsten
Mittelmeerhäfen. Die Ramblas
bilden den belebtesten Straßenzug der Stadt. Es gibt
Kunstsammlungen von internationaler Bedeutung zu besichtigen, z. B. das
Picasso-Museum,
das Miro-Museum
und die Fundación
Antoni Tapies. Auch das Museum
für Katalanische Kunst, das Seefahrtsmuseum (Museo
Maritimo) und das Zoologische
Museum sind einen Besuch wert. Überall in der Stadt
stößt man auf eindrucksvolle Bauten, von denen hier
nur die alte Kathedrale (1298-1448), der Bischofspalast, der Palacio
de la Generalidad und der Plaza
del Rey erwähnt seien.
Das Stadtbild Barcelonas ist von prächtigen Barock-,
Gründerzeit- und Jugendstil-Gebäuden
geprägt, an vielen Stellen auch von Bauwerken des
katalanischen Architekten Antoni Gaudí. Im Alter von 32
Jahren übernahm er in Barcelona den Weiterbau der Sagrada
Familia (Kirche der Heiligen
Familie). Nach über 100 Jahren wird der Bau immer noch - nach
Gaudís Plänen - weitergeführt. Zu den
schönsten Wohngebäuden, die er in Barcelona baute,
zählen die Casa
Battló und die Casa
Mila (ein Apartmenthaus in der
Form eines Drachens, der auf einem geschmolzenen
Käsestück balanciert). Eine Buslinie fährt
zu dem im Norden der Stadt gelegenen Parque
Güell. Vom Tibidabo,
dem höchsten Gipfel in der Umgebung, dem Montjuic,
auf den eine Drahtseilbahn führt, und dem Parque
Güell genießt man einen herrlichen Blick
über die Stadt.
-
DIE
COSTA BRAVA: 65 km
nordöstlich von Barcelona beginnt diese von Pinien bewachsene
felsige Küstenlinie. Hier liegen einige der bekanntesten
Urlaubsorte Spaniens. Manche Orte, wie Tossa
de Mar, sind trotz des
umfangreichen Tourismus noch
verhältnismäßig unverdorben und haben ihren
Kleinstadtcharakter bewahrt; andere Orte, wie Lloret
de Mar, sind intensiv auf
Tourismus ausgerichtet. Während der Sommermonate ist die
Küste völlig überfüllt.
Küstenfähren stellen Verbindungen zu fast allen
Urlaubsorten der Costa Brava her.
-
Girona
(Gerona) ist eine der ältesten Städte Katalaniens. In
Figueras steht
das Salvador-Dali-Museum. Das bezaubernde Fischerdorf Cadaquès
erreicht man mit dem Bus von
Figueras aus in 30 Min. Ampurias
hat eindrucksvolle griechisch-römische Ruinen.
-
Urlaubsorte
an der Costa Brava: Rosas, San
Pedro Pescador, San Martín de Ampurias, La Escala, Estartit,
Bagur, Palafrugell, Palamós, Playa de Aro,
S’Agaro, Sant Feliú de Guixols (mit sehenswertem
Markt), Tossa de Mar, Lloret de Mar und Blanes.
-
DIE
COSTA DORADA erstreckt sich
südlich von Barcelona bis nach Tarragona. Die schönen
Sandstrände sind oft durch Straßen oder
Schienenstränge vom Hinterland getrennt.
Der lebhafte Urlaubsort Sitges
liegt kaum 40 km südlich von Barcelona. Eine Auswahl
interessanter Museen lädt zum Besuch ein, im Cav-Ferrat-Museum
hängen zwei El-Greco-Gemälde. Die Autobahn A2 in
Richtung Lérida führt an zwei Klosteranlagen vorbei
- dem Zisterzienser-Kloster Santa
Cruz (1159) und dem Kloster Santa
María in Poblet in
der Nähe der mittelalterlichen Stadt Montblanc.
Lérida ist Hauptstadt
der Provinz mit ihrer wildromantischen Gebirgslandschaft. Die
Küstenstadt Tarragona
ist ein seltenes Beispiel einer
fast vollkommen erhaltenen römischen Stadt mit
Aquädukt und beeindruckendem Amphitheater. Die Kirche der
Stadt Manresa
wurde im 14. Jahrhundert errichtet und ist mit einer interessanten
Bleiverglasung versehen. 60 km nordwestlich von Barcelona liegt Montserrat.
Das weltbekannte Kloster ist die Heimat des legendären
Heiligen Grals und der weltberühmten Schwarzen Madonna. Es
liegt 1135 m hoch über dem Río Llobregat. Die
Aussicht von hier ist atemberaubend, wie auch auf dem Bergpfad von der San-Jeronimo-Einsiedelei
aus.
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Urlaubsorte
an der Costa Dorada: Calella de
la Costa, Arenys de Mar, Castelldefels, Sitges, Calafell, Comarruga,
Torredembarra, Tarragona, Salou, Cambrils, Miami Playa, Hospital del
Infante und San Carlos de la Rapita.
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Die
Pyrenäen: Auch
Katalonien hat zahlreiche Wintersportorte in den Pyrenäen,
einige haben sechs Monate lang Schnee. Weitere Informationen in der
Rubrik Wintersportorte.
Land Valencia-
Einschließlich
Valencia Terra i Mar, Costa del
Azahar und Costa Blanca
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Valencia
ist mit 780.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt
Spaniens und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der
gleichnamigen Provinz. Die mittelalterliche Kirche (13. Jh.) soll
ebenfalls die Heimstätte des Heiligen Grals sein. Valencias
Hauptattraktion sind die Feierlichkeiten anlässlich der Fallas
- die regionalen Feiertage zu Ehren des Hl. Josefs - die
alljährlich stattfinden und jeweils am 19. März enden.
Die Küsten der Comunidad Valenciana (Land Valencia) sind wegen
des angenehmen Klimas mit rund 320 Sonnentagen im Jahr gesegnet und
wegen der breiten Strände vom Tourismus geprägt. Die
Region ist bekannt für ihre Orangenhaine und ist
außerdem eine viel besuchte Urlaubsregion mit zahlreichen
kulturellen Sehenswürdigkeiten. Aus der Luft betrachtet wird
Valencia von einem breiten grünen Gürtel
äußerst fruchtbaren Landes umgeben, den die Spanier La
Huerta (Gemüsegarten)
nennen. Bis zu vier Ernten im Jahr sind hier möglich. Eine der
schönsten Anbaugebiete befinden sich in Alcira, Carcagente und
Oliva, die Reisanbaugebiete in Sollana, Sueca und Cullera sind vor
allem im Herbst durch ihre goldene Farbe sehenswert.
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VALENCIA
TERRA I MAR, der
Küstenabschnitt bei Valencia, wo sich von Cullera, Gandia und
Oliva bis Miramar ein Sandstrand nach dem anderen reiht, ist das
Aushängeschild der Provinz. Die Gegend hat jedoch mehr zu
bieten als nur Sand und Sonne. In den historisch bedeutenden
Städten Gandía, Xàtiva und Sagunto kann
man sich mit der jahrtausendealten Geschichte der Region vertraut
machen.
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Urlaubsorte
bei Valencia Terra i Mar:
Valencia, Cullera, Oliva, Miramar, Gandía,
Xàntiva und Sagunto.
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DIE
COSTA DEL AZAHAR ist 120 km lang
und bietet Urlaubern eine große Vielfalt an
Stränden. Besonders nennenswert sind jene bei Alcossebre,
Torreblanca, Oropesa und Benicassim.
Die alte Festungsstadt Peñiscola
ist besonders eindrucksvoll. Zahlreiche malerische Buchten unterbrechen
die felsige Küste, bis man den Strand von Peñiscola
erreicht, in dessen Hintergrund die Burg des Papa
Luna, das Wahrzeichen der Stadt,
emporragt. Landeinwärts von Peñiscola gelangt man
zur Burgruine von Alcalá
de Xivert, nach Oropesa
mit dem Torre
del Rey aus dem 16. Jahrhundert
und zu Tinença de
Benifassà. Sehenswert
sind auch das Karmeliterkloster am Desierto
de las Palmas und die
geschichtsträchtige Ortschaft Morella.
Nördlich von Valencia liegt Castellón
de la Plana, die
Provinzhauptstadt von Castellón.
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Urlaubsorte
an der Costa del Azahar:
Vinaroz, Benicarlo, Peñiscola, Alcossebre, Oropesa,
Torreblanca und Benicassim.
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ALICANTE/COSTA
BLANCA: Weiter südlich
an der Küste liegt die Stadt Alicante,
Mittelpunkt der Costa Blanca
(weiße Küste). Die Maurenburg Santa
Barbara beherrscht das
Stadtbild. Von Alicante lohnt sich ein Ausflug ins Landesinnere nach Guadalest.
Das Dorf ist wie ein Adlernest
hoch in den Bergen gelegen, und die letzten Meter können nur
zu Fuß oder mit dem Esel bewältigt werden. Die
Burgen in Novelda
und Villena
sind nur zwei der zahllosen historischen Stätten. Elche
bietet dem Naturinteressierten den berühmten Palmenhain mit
über einer Millionen Palmen und einen Botanischen Garten.
Jedes Jahr im August werden mittelalterliche Mysterienspiele in der Basilica
aufgeführt.
Die Region Costa Blanca
ist in den letzten Jahren erheblich ausgebaut worden; fast alle
Küstenstädte von Dénia
bis Pilar de la Horadada,
von Orihuela
über Villena
und Alcoi
bis nach Valles de la Marina
Alta sind heute Touristenorte.
Die Strände hier sind auch von besonderer Schönheit
wie beispielsweise bei San Juan in Alicante, Santa Pola oder Guardamar.
Die Costa Blanca ist aber auch bekannt für ihre Sport- und
Fischereihäfen sowie für die Obst- und
Gemüseanbaugebiete.
5 km abseits der Hauptstraße, die an den Stadtmauern der
Stadt Calpe
vorbeiführt, ragt der sehenswerte Peñón
de Ifach (Felsen von Ifach) aus
dem Meer. Ein Tunnel führt zu dem legendären
Monolithen, der eine Höhe von 300 m erreicht.
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Benidorm
ist eine echte Touristenstadt mit den wunderschönen
Strandbuchten Levante, Poniente und Mar Pas. Das Stadtbild ist
geprägt von modernen Gebäuden, breiten Alleen und
einem regen Treiben auf den Straßen, ob Tag oder Nacht. Eine
neue Attraktion ist der Freizeitpark Terra
Natura ( www.terranatura.com).
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Urlaubsorte
an der Costa Blanca:
Dénia, Javea, Pilar de la Horadada, Orihuela, Villena,
Alcoi, Valles de la Marina Alta, Moraira, Calpe, Benidorm, Villajoyosa,
Alicante, Los Arenales del Sol, Santa Pola, Guardamar del Segura,
Torrevieja und Campoamor.
Murcia-
MURCIA/COSTA
CALIDA: Diese Region liegt im
Süden von Valencia und Alicante. Mit Ausnahme der fruchtbaren
Flusstäler ist sie dünn besiedelt.
Die Stadt Murcia
hat eine Universität und eine Kathedrale. Die Festlichkeiten
anlässlich der Karwoche und die
»Blumenschlacht« sind äußerst
beliebt.
Das Küstengebiet von Murcia, die Costa,
die oft als Teil der Costa Blanca betrachtet wird, hat nur wenige
Urlaubsorte, wie z. B. Mar Menor, La Unión, Carboneras,
Puerto de Mazarrón und Aguilas. Cartagena,
die wichtigste
Küstenstadt der Region, wurde 221 v. Chr. von den Karthagern
gegründet. Im Museum gibt es eine Sammlung römischer
und noch älterer Fundstücke.
Wintersportorte-
Spanien bietet
zahlreiche Wintersportmöglichkeiten. Oft kann man den
Skiurlaub mit einem Badeurlaub kombinieren, die Penibetische Bergkette
ist dafür besonders geeignet. Die zahlreichen Wintersportorte
haben alle modernen Annehmlichkeiten, es stehen ausgezeichnete Pisten
zur Verfügung. Unterkünfte findet man in guten
Hotels, Gasthöfen oder Berghütten.
Die fünf größten Skigebiete Spaniens
befinden sich in den Pyrenäen, im Kantabrischen Gebirge, im
Iberischen Randgebirge, im Kastilischen Scheidegebirge und in den
Betischen Kordilleren. Diese Gebirge haben mannigfaltige Attraktionen
und eignen sich zum Bergsteigen so gut wie zum Wintersport.
Anschließend folgt eine kurze Beschreibung der
Wintersportorte. Weitere Informationen erhält man vom
Spanischen Fremdenverkehrsamt (s. Adressen),
das zahlreiche Broschüren mit Informationen über
Unterkünfte, Verkehrsverbindungen, detaillierten
Beschreibungen der Urlaubsorte usw. herausgibt.
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In der nachfolgenden
Beschreibung sind die Urlaubsorte fett
gedruckt, anschließend
folgt die entsprechende Provinz. Der nächste Flughafen, die
Höhe und der Umfang des Schneegebiets sind
kursiv gedruckt.
In fast allen Orten kann man Skiausrüstungen kaufen oder
mieten, und es gibt Nachtklubs, Bars, Krankenhäuser,
Kindergärten und eine katholische Kirche. Die
Unterkünfte sind entweder direkt im Ort oder im Umkreis von 30
km. Manche Urlaubsorte haben zusätzliche Einrichtungen wie
geheizte Swimmingpools, Tennisplätze, Minigolfanlagen,
Reitschulen, Tontaubenschießen und Bowlingbahnen. Alle
angegebenen Orte haben Skilifte (ausgenommen in Skilanglauf-Gebieten),
viele auch Kinder- und Sessellifte, einige Standseil- oder
Drahtseilbahnen. Weitere Einzelheiten vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
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DIE
PYRENÄEN
Eine Region mit Hochtälern, ideal für
Abfahrtsläufe. Die meisten Skiorte liegen in Katalonien. In
Aragón findet man die höchsten Gipfel mit einer
Höhe von bis zu 3400 m. In Navarra gibt es keine hoch
gelegenen Bergorte.
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Katalanische
Pyrenäen Vallter
2000, Gerona. Flughäfen:
Gerona 90 km, Barcelona 150 km. Höhe:
2000-2650 m. Schneegebiet:
50 qkm.
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Nuria,
Gerona. Flughäfen:
Gerona 110 km, Barcelona 135 km. Höhe:
1960-2920 m. Schneegebiet:
79 qkm.
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La
Molina-Supermolina,
Gerona. Flughäfen:
Gerona 140 km, Barcelona 160 km. Höhe:
1436-2540 m. Schneegebiet:
70 qkm.
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Masella,
Gerona. Flughäfen:
Gerona 160 km, Barcelona 175 km. Höhe:
1600-2530 m. Schneegebiet:
43 qkm.
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Rasos
de Peguera, Barcelona. Flughafen:
Barcelona 135 km. Höhe:
1800-2050 m. Schneegebiet:
15 qkm.
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Port
de Comte, Lérida. Flughafen:
Barcelona 160 km. Höhe:
1700-2380 m. Schneegebiet:
80 qkm.
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San
Juan de l’Erm,
Lérida (Skilanglauf). Flughafen:
Cerdaña (Kleinflugzeuge). Höhe:
1600-2150 m. Schneegebiet:
40 qkm.
Llessúy,
Lérida. Flughafen:
Barcelona 258 km. Höhe:
1280-2900 m. Schneegebiet:
30 qkm.
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Super
Espot, Lérida. Flughafen:
Barcelona 270 km. Höhe:
1480-2320 m.
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Baqueira
Beret, Lérida
(größter Skiort). Flughafen: Barcelona 309 km.
Höhe: 1520-2470 m. Schneegebiet: 40 qkm.
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Tuca-Betrén,Lérida. Flughafen:
Barcelona 295 km. Höhe:
1050-2250 m. Schneegebiet:
15 qkm.
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Aragonische
Pyrenäen
Cerler, Huesca. Flughäfen:
Zaragoza 227 km, Barcelona 300 km. Höhe:
1500-2850 m. Schneegebiet:
24 qkm.
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Panticosa,Huesca. Flughafen:
Zaragoza 168 km. Höhe:
1165-2100 m.
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El
Formigal,
Huesca. Flughafen:
Zaragoza 167 km. Höhe:
1500-2350 m. Schneegebiet:
38 qkm.
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Candanchú,
Huesca. Flughafen:
Zaragoza 180 km. Höhe:
1450-2400 m. Schneegebiet:
18 qkm.
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Astún,Huesca. Flughafen:
Zaragoza 180 km. Höhe:
1420-2400 m. Schneegebiet:
40 qkm.
Zusätzlich gibt es überall in den Pyrenäen
Stellen, die für den Wintersport geeignet sind. Zahlreiche
Orte werden gerade mit den nötigen Einrichtungen ausgestattet.
Einzelheiten vom Spanischen Fremdenverkehrsamt. Die wichtigsten Orte
und Gegenden dieser Art sind: Tossa
de Das, Barcelona; Camprodon,
Gerona; Valle de Farreras,
Lérida; Bosost,
Lérida; La Maladeta,
Huesca; Val de Broto,
Huesca; Bielsa,
Huesca; Isaba,
Navarra und Burguete,
Navarra.
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KANTABRISCHES
GEBIRGE
Das Kantabrische Gebirge im Norden des Landes fällt tief zum
Atlantik hin ab; im Süden sind die Abhänge etwas
sanfter. Im östlichen Teil (Baskenland) sind die Berge
zerklüfteter als im Westen (Galizien), und es gibt dort einige
wichtige Wintersportorte. Der Enol-See dieser Region ist ein beliebtes
Ausflugsziel.
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Alto
Campo, Santander. Flughafen:
Cantabria 99 km. Höhe:
1515-2150 m. Schneegebiet:
20 qkm.
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Picos
de Europa,Cantabria. Höhe:
1000-1770 m.
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Valgrande-Pajares,
Asturien und León. Flughafen:
Oviedo 100 km. Höhe:
1350-1834 m. Schneegebiet:
75 qkm.
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San
Isidro, Asturien und
León. Flughafen:
Oviedo 70 km. Höhe:
1500-1955 m. Schneegebiet:
60 qkm.
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Cabeza
de Manzaneda, Orense. Flughafen:
Santiago de Compostela 190 km. Höhe:
1450-1760 m. Schneegebiet:
20 qkm.
Weitere Skiorte dieser Region sind Riaño-Maraña
an den Abhängen des Mampodre; San
Emiliano im Nordwesten und Leitariegos
im Westen.
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IBERISCHES
RANDGEBIRGE
In diesem Gebirge im Nordosten des Landes zwischen Burgos und Cuenca
sind viele der Abhänge mit Pinienwäldern bedeckt. Der
höchste Berg ist der Moncayo, dessen Gipfel eine Höhe
von 2313 m erreicht.
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Valdezcaray,
Logroño. Flughafen:
Villafría (Burgos) für Kleinflugzeuge, 100 km. Höhe:
1550-1860 m. Schneegebiet:
8 qkm.
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Lunada-Espinosa,
Burgos. Flughafen:
Villafría (Burgos) für Kleinflugzeuge.
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Valle
del Sol, Burgos. Flughafen:
Villafría (Burgos) für Kleinflugzeuge, 100 km. Höhe:
1500-1700 m. Schneegebiet:
15 qkm.
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